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	<title>Kommentare zu: Burnout in der F-Klasse</title>
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	<description>locker lesbisches Tagesgeschäft jenseits der 40</description>
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		<title>Von: Konny</title>
		<link>http://www.l-talk.de/gesellschaften/burnout-in-der-f-klasse.html/comment-page-1#comment-2149</link>
		<dc:creator>Konny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 22:09:20 +0000</pubDate>
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		<description>Heute habe ich einen ähnlichen Vortrag mit Marie Sichtermann von der Unternehmensberatung für Frauen, Brot und Rosen über &quot;Lesben und Erwerbsarbeit&quot; in der Reihe DenkRäume im EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt gehört. Marie Sichtermann beschreibt die Anfänge der Lesbenbewegung als Bestreben nach größtmöglicher Autonomie, um nicht von anderen (z.B. dem Staat) kontrolliert zu werden, aber als der Staat mit ABM-Stellen gewunken hat, viele Lesben-/Frauenprojekte ihre Autonomie aufgegeben haben. Kernpunkt ihres Vortrags war &quot;Kontrolle&quot;, die keine will, aber jede ausgesetzt ist. Die Autonomie (als Steigerung &quot;Autarkie&quot;) setzte sie vs. Integration. 

Auch Marie Sichtermanns Erfahrungen mit Frauenprojekten (die aus Lesben bestehen) sind ernüchternd. Selbstausbeutung und schlechte Bezahlung, Teamarbeit ohne Team, all das, was wir auch kennen.

Dennoch: Aus der Landlesbenbewegung Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre sind diverse Lesbenarbeitsplätze entstanden: Die Bewegung der Frauenbildungs- und -ferienhäuser (weltweit, und es sind nicht alle schlecht, nur die beiden, in denen wir waren :-) ), die Wendo-Bewegung und die feministische Therapie- und Beratungsarbeit, das LFT (ich sage jetzt böse: als Kontrollinstanz) und die Handwerkerinnen, die die Frauenbildungshäuser gebaut haben, Safia --&gt; Sappho-Stiftung. Das ist für 5 JahreLandlesbenLeben ja schon eine ganze Menge!!!

Dass Lesben auch in F-Arbeitstellen unter Burn Out leiden ist höchst bedauerlich, aber aufgrund der patriarchalen Umstände nur verständlich. Warum sich allerdings Lesben immer noch von Männern bestimmen lassen, ist mir im Jahre 2010 unbegreiflich.

Lasst uns den Gedanken der autonomen Projekte noch einmal neu denken...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich einen ähnlichen Vortrag mit Marie Sichtermann von der Unternehmensberatung für Frauen, Brot und Rosen über &#8220;Lesben und Erwerbsarbeit&#8221; in der Reihe DenkRäume im EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt gehört. Marie Sichtermann beschreibt die Anfänge der Lesbenbewegung als Bestreben nach größtmöglicher Autonomie, um nicht von anderen (z.B. dem Staat) kontrolliert zu werden, aber als der Staat mit ABM-Stellen gewunken hat, viele Lesben-/Frauenprojekte ihre Autonomie aufgegeben haben. Kernpunkt ihres Vortrags war &#8220;Kontrolle&#8221;, die keine will, aber jede ausgesetzt ist. Die Autonomie (als Steigerung &#8220;Autarkie&#8221;) setzte sie vs. Integration. </p>
<p>Auch Marie Sichtermanns Erfahrungen mit Frauenprojekten (die aus Lesben bestehen) sind ernüchternd. Selbstausbeutung und schlechte Bezahlung, Teamarbeit ohne Team, all das, was wir auch kennen.</p>
<p>Dennoch: Aus der Landlesbenbewegung Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre sind diverse Lesbenarbeitsplätze entstanden: Die Bewegung der Frauenbildungs- und -ferienhäuser (weltweit, und es sind nicht alle schlecht, nur die beiden, in denen wir waren :-) ), die Wendo-Bewegung und die feministische Therapie- und Beratungsarbeit, das LFT (ich sage jetzt böse: als Kontrollinstanz) und die Handwerkerinnen, die die Frauenbildungshäuser gebaut haben, Safia &#8211;&gt; Sappho-Stiftung. Das ist für 5 JahreLandlesbenLeben ja schon eine ganze Menge!!!</p>
<p>Dass Lesben auch in F-Arbeitstellen unter Burn Out leiden ist höchst bedauerlich, aber aufgrund der patriarchalen Umstände nur verständlich. Warum sich allerdings Lesben immer noch von Männern bestimmen lassen, ist mir im Jahre 2010 unbegreiflich.</p>
<p>Lasst uns den Gedanken der autonomen Projekte noch einmal neu denken&#8230;</p>
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		<title>Von: Irene</title>
		<link>http://www.l-talk.de/gesellschaften/burnout-in-der-f-klasse.html/comment-page-1#comment-2128</link>
		<dc:creator>Irene</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 11:32:42 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Bemerkung ganz unabhängig von Frau Meckel: Nicht alles, was für Burnout gehalten wird, ist auch Burnout. 

Etwa jede zehnte Frau bekommt im Lauf des Lebens eine Autoimmunerkrankung, die leicht mit einem Burnout verwechselt werden kann und oft erst nach vielen Jahren diagnostiziert wird. Bis es so weit ist, läuft das Ganze unter Burnout oder Psychosomatik.

&quot;Typische Beschwerden von Hashimoto (AI der Schilddrüse): Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, depressive Gemütsverfassung, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Unwirklichkeitsgefühl, Angst- und Panikattacken, etc. Diese und andere Beschwerden können einzeln oder gemeinsam, müssen aber nicht auftreten.&quot;

http://www.kit-online.org/HT-Erstinformationen

Wenn es Frauen schlechter geht, muss das nicht immer und ausschließlich gesellschaftspolitische Gründe haben.

(Nachtrag: Dass eine Krankheit, die vor allem bei Frauen vorkommt, trotz ihrer großen Verbreitung so wenig beachtet wird – weder von der Medizin noch von Feministinnen – das ist natürlich schon politisch relevant.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Bemerkung ganz unabhängig von Frau Meckel: Nicht alles, was für Burnout gehalten wird, ist auch Burnout. </p>
<p>Etwa jede zehnte Frau bekommt im Lauf des Lebens eine Autoimmunerkrankung, die leicht mit einem Burnout verwechselt werden kann und oft erst nach vielen Jahren diagnostiziert wird. Bis es so weit ist, läuft das Ganze unter Burnout oder Psychosomatik.</p>
<p>&#8220;Typische Beschwerden von Hashimoto (AI der Schilddrüse): Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, depressive Gemütsverfassung, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Unwirklichkeitsgefühl, Angst- und Panikattacken, etc. Diese und andere Beschwerden können einzeln oder gemeinsam, müssen aber nicht auftreten.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.kit-online.org/HT-Erstinformationen" rel="nofollow">http://www.kit-online.org/HT-Erstinformationen</a></p>
<p>Wenn es Frauen schlechter geht, muss das nicht immer und ausschließlich gesellschaftspolitische Gründe haben.</p>
<p>(Nachtrag: Dass eine Krankheit, die vor allem bei Frauen vorkommt, trotz ihrer großen Verbreitung so wenig beachtet wird – weder von der Medizin noch von Feministinnen – das ist natürlich schon politisch relevant.)</p>
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		<title>Von: Marion Neef</title>
		<link>http://www.l-talk.de/gesellschaften/burnout-in-der-f-klasse.html/comment-page-1#comment-2116</link>
		<dc:creator>Marion Neef</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 13:33:58 +0000</pubDate>
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		<description>sollte eins der dringenden Themen auf der Lesbenfruehlingstreffen werden! Insbesondere im Austausch mit denen die nicht in der &quot;F&quot;Klasse ihr Burnout hatten // haben. Es gibt sicher viele Schnittstellen und alle könnten dabei für sich und ihr Umfeld neue Erkenntnisse gewinnen. Lebensrealitäten- verschiedene Utopien und Sichten, aber auch die Vielfalt gelebter Lebensentwürfe dies unter diesem einen Aspekt auf den eigenen Prüfstand zu stellen- ist am Ende immer wieder ein Gewinn! Für mich und andere!!! Marion</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>sollte eins der dringenden Themen auf der Lesbenfruehlingstreffen werden! Insbesondere im Austausch mit denen die nicht in der &#8220;F&#8221;Klasse ihr Burnout hatten // haben. Es gibt sicher viele Schnittstellen und alle könnten dabei für sich und ihr Umfeld neue Erkenntnisse gewinnen. Lebensrealitäten- verschiedene Utopien und Sichten, aber auch die Vielfalt gelebter Lebensentwürfe dies unter diesem einen Aspekt auf den eigenen Prüfstand zu stellen- ist am Ende immer wieder ein Gewinn! Für mich und andere!!! Marion</p>
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