Am 10. Juli 2009 fand im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit (ugs. ‘Sozialministerium’) im Referatsbereich “Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen” (ugs. Lesben- und Schwulenreferat’) ein zweiter vertiefender Fachtag zum Thema “Lesben. Schwule. Migration.” statt. Eingeladen hatten die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium, Referatsleiter Ulrich Bachmann und seine Mitarbeiterin Marianne Schwedler und die Externern Beraterinnen und Berater Konny Gerhard, Dominic Kaiser und Astrid Suding.
Auf einem ersten Fachtag zu diesem Thema im September 2007 wurde von den Teilnehmenden der Wunsch nach einem weiteren – vertiefenden – Fachtag geäußert. Deswegen wurden nun Herangehensweisen und Methoden in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten zum Thema Lesben und Schwule vorgetragen.
Moderiert und inhaltlich gestaltet hat den Fachtag Renate Rampf, Pressesprecherin des LSVD, die langjährig das Projekt Migrationsfamilien im LSVD geleitet hat.
Renate Rampf war auch gleichzeitig Referentin, ihr Vortrag lautete “Kultursensibel ohne Kulturrelativismus – Enttabuisierung als Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung”. Neben Renate Rampf referierte auch Thomas Kugler von KomBi Berlin, sein Thema hieß: “Von der Sexualpädagogik zur Menschenrechtsbildung: Lebensformenpädagogik als menschenrechtsbasierter Ansatz zur Auseinandersetzung mit dem Thema Sexuelle Identität” (beide Vorträde sind zum Nachlesen unten verlinkt).
Zu Beginn des Fachtags hielt Sozialminister Jürgen Banzer ein Grußwort, in dem er die Teilhabe von allen Gruppen an der Gesellschaft betonte und alle Anwesenden herzlich zu dieser Veranstaltung in seinem Hause begrüßte. Es war sein erster Kontakt mit den hessischen Lesben- und Schwulengruppen im Rahmen seiner Ministertätigkeit.
Anwesend beim Fachtag waren Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Initiativen und Lesben- und Schwulenorganisationen. Bis in den Nachmittag hinein gab es angeregte Diskussionen zum Thema und wie “Aufklärung” über Homosexualität in der Erwachsenenbildung mit Migrantinnen und Migranten als Betroffene und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren implementiert werden kann. Insgesamt war der Fachtag eine anregende und informative Veranstaltung, gut organisiert und wie immer im Referatsbereich Lesben und Schwule mit der Möglichkeit nach anregenden und interessanten Begegnungen versehen!
Zum Weiterlesen:
- Fotos vom Fachtag Lesben. Schwule. Migration am 10.07.09
- Unterlagen zum Fachtag auf der Webseite des Referatsbereichs
- Referatsbereich Lesben und Schwule im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit


