Seit 1997 betreibe ich Konnys Lesbenseiten – www.lesben.org, aber das virtuelle Lesbenleben begann viel früher. Anfang der 90er, als Mitfrau von FemNet und Femail, tauschte ich noch auf – aus heutiger Sicht sehr, sehr lahmen – 386er PCs Daten aus. Ganz langsam und einmal pro Nacht. Die Mailboxen standen in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Berlin und München und vergaben lange kryptische E-Mail-Adressen wie vorname.nachname@femail.rhein-main.de. Jede Nutzerin, die Mitfrau werden wollte, wurde von den Mailboxbetreiberinnen persönlich angerufen, um sie auf ihre Weiblichkeit zu überprüfen. Inhaltlich ging es um Bücher, lesbisches Leben, Termine und Diskussionen untereinander (ähnlich den heutigen Foren).
Siehe auch: http://www2.iisg.nl/id/Systematik.asp?val=id-e-7&suche=optimale&id=1255
Ende der 90er Jahre erreichte der Internet-Boom auch den lesbischen Mainstream. Die Rechner wurden schneller und vor allem für fast jede zugänglich. Tausende von Homepages mit lesbischen Inhalten eroberten den Cyberspace – leider nicht immer sooo inhaltsschwer :-) Darstellungen von Lesbenpärchen über ihr Kennenlernen, ihre „Hochzeit“ und ihre Meerschweinchen finden sich zuhauf auf den privaten Webseiten der Macherinnen.
Dazwischen mischten sich immer wieder (Hetero-)Männer, die „lesben“ mit Schweinskram assoziieren und mit entsprechenden Inhalten das WWW überfluteten.
Suche nach “Lesben” mit Google:
http://www.google.de/search?hl=de&q=lesben&btnG=Google-Suche&meta=
Suche nach “lesben xxx” mit Google:
oder:
Seiten für alte Lesben wie die Seiten der Sappho Stiftung. Ziel dieser Stiftung ist es, Vermögen zu sammeln, um Wohnraum und neue Lebensformen für Lesben zu entwickeln.
Allen gemeinsam ist, dass sie teilweise schon seit Jahren von Lesben für Lesben gemacht, aktualisiert und gestaltet werden und damit das virtuelle Lesbenleben bereichern. Und das finde ich ganz schön gut!










WOW! Jetzt wäre es interessant, was das Internet Frauen in der Zukunft zu bieten hat.
Pingback: Von Ada Lovelace zu Konnys Lesbenseiten
Der Vortrag ist zu hören am Freitag, 16.03.2012 um 19:30 h im Rahmen der Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag im Checkpoint in Saarbrücken
http://saar.lsvd.de/meldung/artikel/erst-reisen-die-daten-dann-die-menschen-lesben-und-internet/