Wie der Kurzurlaub war, und mit welchem Ergebnis er endete, steht in der Überschrift.
Die Teufelin steckt im Detail.
Diese wunderbare und gänzlich absurde Anzeige habe ich über die sehr geschätzte Kollegin von i heart digital life bei schuehsch.net gefunden, und sie haben’s von The Modern Materialist:
Zu und zu schade, dass es noch keine USB Speicher gab, als ich in *dem* Alter war!
Keine Spuren hat auch der Aufruhr um die Listings von Amazon hinterlassen. Dabei war im Netz einiges los, nur bei uns in der Sonne nicht:
Vom vorsichtigen Abwarten bis zum paranoiden Exzess war alles vertreten … und es hat sich richtig gelohnt. Nun weiß keine, was genau wirklich dahinter steckte, dass eine große Zahl lesbischer und schwuler Titel nicht mehr bei Amazon gerankt war … aber Amazons Erklärung mit dem Fehler, der schnell gemacht, aber schwer wiederzufinden war, klingt gar nicht so blöd. Selbst wenn es was anderes war, wär’ es schwer, das nachzuweisen. Warum auch?
Das Spannende daran ist, wie viel Aufruhr Web 2.0 hervorbringen kann. Für diejenigen von uns, die mit Widerstand irgendwie auch noch alte VW-Busse und Telefonketten assoziieren, ist das ganz bemerkenswert. Und für diejenigen, die eventuell mal überlegen, still und leise etwas echt Homophobes zu unternehmen, auch. Hoffentlich.
Eine schöne Zusammenfassung mit Links zur Gesamt-Tragödie gibt’s bei feministing.com.
Das lesbischste Bild bloggte während der Feiertage Alison Bechdel, die Frau, die Dykes To Watch Out For erfunden hat. Bei ihr in Vermont ist noch Winter. Das weiß auch ihre Katze. Feliner Bildungs-Urlaub.
Das mit den lesbischen und schwulen Ehen in Vermont ist wirlich klasse. Irgendwer hat in irgendeinem der tollen Blogs, die ich lese, darauf hingewiesen, dass es noch nie gelungen ist, durch Volksabstimmung die Rechte für Lesben und Schwule durchzusetzen. Es waren, stand dort, immer die Parlamente oder die Gerichte. Jedenfalls in den USA.
Das liest sich wie eine – unter vielen – Rechtfertigungen für Parlamentarismus und Gewaltenteilung, irgendwie. Und gegen Volksabstimmungen. Könnte bei uns auch passieren, sogar noch Schlimmeres. Die hessische Verfassung beispielsweise sieht in ihrem Artikel 21 Abs. 1 immer noch die Todesstrafe für besonders schwere Verbrechen vor … und da sie nur per Volksabstimmung geändert werden kann, hat sich noch niemand drangetraut, aus Sorge, das Volk könnte für Beibehaltung stimmen. Gruselig.
Lesbianmusic.us meldet, dass die lesbische Songwriterin und Countrysängerin Jen Foster eine Antwort auf Kate Perrys unlesbisches “I Kissed A Girl” herausgebracht hat. Auf echt lesbisch heißt das “I Didn’t Just Kiss Her”, und es lässt sich von Jen Fosters MySpace Seite herunterladen.
Jen Fosters Song ist eines der spannenden Themen in der aktuellen Folge von Lesbian Podcast, in der
sich j.Church, Charlie, Cory G mit Melissa Ferrick, Lesben in der Kirche, Lesben beim Militär und allen möglichen anderen interessanten Dingen befassen.
Bewegend war in diesen Tagen auch die lange Debatte im schwedischen Parlament, bei der das neue geschlechtsneutrale Eherecht beschlossen wurde – sehr schön auf Schwedisch zusammengefasst bei qx.se, mit Bildern, Redenausschnitten und Historischem.
Zwei mutige Lesben in England, meldet Pink News, haben vor dem Arbeitsgericht Bristol ihre Firma wegen Diskriminierung verklagt. Im ersten Schritt wurden ihnen 5.000 Britische Pfund wegen ihrer “verletzten Gefühle” zugesprochen. Die Entscheidung über die Höhe der Entschädigung für den Verdienstausfall steht noch aus. Beth Moules und Sharleen Amos können bis zu 138.000 Pfund (156.000 Euro) erhalten.
Der Manager ihrer Firma hatte bizarrerweise, nachdem die Frauen sich über Diskriminierung beklagt hatten, empfohlen, sich nicht so anzustellen, denn, so zitiert der Mirror, “Lesben würden nicht so leiden wie es die Juden taten”. (Bild und Zitat: Mirror.co.uk)
Und, je später die Nachricht desto wichtiger (!), zu guter Letzt informiert das Portal Funny Or Die darüber, dass Lindsay Lohan per Video Botschaft eine neue Partnerin sucht:
Das war Ostern 2009. Mehr ist nicht passiert.




zu kate perry sehr empfehlenswert: im letzten heiter scheitern podcast wird “i kissed a girl” sorgfältig auseinander genommen
http://www.scheitern.org/?p=40
Es ist schade das ihr so ein wichtiges Ereignis wie das Autonom-Feministisches FrauenLesbenTreffen was vom 9. – 14. April in Wien stattfand nicht erwaehnt
Es war ein absolut gelungenes Treffen und hier mal eine Danksagung an die Lesben/Frauen vom FZ Wien die es organisiert haben
Pingback: L-talk » Blog Archiv » Jill Sobule küsst schon lange Mädchen
Liane,
warum schreibst du zu einer Veranstaltung, die du interessant fandst, nicht selbst einmal einen Gastbeitrag statt zu nörgeln, dass wir über etwas nicht schreiben, was dich interessiert hätte?
Etwa 200 bis 300 Wörter, wahlweise für L-talk oder für Konnys Lesbenseiten, lesben.org.
Beides wird gelesen.
Joni,
wenn du meine Feststellung als noergeln bezeichnest, haben wir sicherlich eine andere Vorstellung vom noergeln….
Deine Bemerkung zum Schluss “Das war Ostern 2009. Mehr ist nicht passiert.” gibt nicht viel Spielraum zum Berichten von wichtigen Ereignissen wie zb das Autonom-Feministische FrauenLesbenTreffen was Europa weit war und in Wien stattfand. Es wurde ja sogar kurz auf Eurer webseite drauf hingewiesen, ich denke einfach mal das Eure Schwerpunkte der Berichterstattungen ueber Ereignisse andere sind…
Liane
Liebe Liane,
stimmt, ich habe monatelang Werbung für das Autonom-Feministische FrauenLesbenTreffen in Wien gemacht. Aber ich persönlich war nicht dort. Ich würde aber gerne darüber berichten, was dort gewesen ist, wie viele Frauen da waren, welche Themen besprochen wurden und ob es Ergebnisse gibt. Das kann ich aber nicht, weil ich nicht dort war und ich auch nichts auf der Webseite http://feministgathering.wolfsmutter.com/ darüber lese (auf der Webseite steht immer noch die Ankündigung). Also bin ich sowie Tausende anderer Lesben darauf angewiesen, z.B. von dir etwas darüber zu lesen. Das fände ich schön. Schreib doch mal was! lesben.org veröffentlicht es gerne ;-)
Liebe Grüße – Konny
Hallo Konny,
sobald ich etwas Zeit habe, werde ich Dir/Euch gerne meine Eindruecke vom treffen in Wien mitteilen
Feministische Gruesse
Liane
Fuer Intressierte gibt es einen Link zu einer Radio Sendung “Women on Air” die einen Bericht ueber das Autonome FrauenLesbenTreffen in Wien gemacht hat, die sich Frau hier
http://noso.at/?p=1463
anhoeren kann
Vielleicht bringt es auch einige zum Nachdenken was ua in vielen anderen Laendern(hier wird das Beispiel Iran erwaehnt) an der Tagesordnung ist, naemlich das Lesben und Schwule um ihr Leben bangen muessen, weil sie eben nicht der Patriarchalen Gesellschaftlichen Norm entsprechen, wo sich dann viele Transsexuell nennen, weil es gesellschaftlich sowie staatlich Anerkannt und unterstuetzt wird (auch Finanziell) lieber einer Geschlechtsumwandlung unterziehen, damit die patriarchale gesellschaftliche Norm wieder hergestellt ist. In westlichen Laendern wird fuer diese Praxis in den lgbt’s communities werbung gemacht