lesbisch, feministisch, links? Das war einmal. Inzwischen sind Lesben in der politischen Mitte … angekommen? Eher gelandet, manche durchaus unfreiwillig und andere immer noch paralysiert vom Mainstream-Schock.
In Deutschland war es die eingetragene Lebenspartnerschaft, vor der Urmütter der neue FrauenLesbenbewegungen gewarnt hatten, nach außen wie nach innen: Allzu diffizil schien es damals – und wurde es in der Praxis – zu erklären, dass es zwar eine Homo-Ehe gibt, aber nur mit gleichen Pflichten, nicht mit gleichen Rechten. Die Vorstellung, dass etwas, und sei es nur in der Umgangssprache, Ehe heißt, aber maximal Ehe light ist, widerspricht bürgerlichem deutschem Rechtsempfinden so sehr, dass notwendige Erläuterungen nicht selten in eine Mischung aus staatsbürgerkundlichen Belehrungen und verzweifelten “wenn ich’s doch sage”-Rufen münden. Und was die Folgen in lesbische Szenen hinein betrifft: Mal im Ernst, wer bringt es schon fertig, dem frisch verpartnert-getrauten Paar mitzuteilen, dass sie zum einen nur 2. Klasse-verheiratet sind und zum anderen gerade die Bewegung verraten haben? Na gut, die eine oder andere findet sich sicher auch hierfür.
Weiterlesen →