Joni.T Um Lesbenpolitik zu machen – muss eine sich dafür einer Szene zugehörig fühlen?
Konny Nee, muss sie nicht. Natürlich ist es klasse, wenn sie einen feministischen Hintergrund hat, aber zwingend erforderlich ist das nicht (mehr). Früher, als es noch um die Belange von FrauenLesben ging vielleicht, aber heutzutage? … nee.
Joni T Mir kommt es so vor, als gehe es bei Lesbengesprächen oft um Diskriminierung, aber trotzdem hat die klassische Antidiskriminierungspolitik – Parteien, Bürgerrechtsorganisationen, Verbände – einen schlechten Ruf unter Lesben. Als sei eine Entscheidung nötig, entweder handfest etwas gegen Diskriminierung zu unternehmen oder sich denen zugehörig zu fühlen, die sich diskriminiert fühlen. Beides scheint schwer vereinbar zu sein.
Nichts kann ablenken. Interessant ist, dass Regisseur Ole Giaever weder durch Schwenks in die großartige Landschaft noch durch weitere Schauspielerinnen oder Schauspieler uns verführt, vom Thema abzukommen.


lesbisch, feministisch, links? Das war einmal. Inzwischen sind Lesben in der politischen Mitte … angekommen? Eher gelandet, manche durchaus unfreiwillig und andere immer noch paralysiert vom Mainstream-Schock.


