Anlass zu Spekulation gibt es immer, wenn prominente Lesben sich outen, und es war nicht anders bei Miriam Meckel und Anne Will, als sie vor knapp zweieinhalb Jahren im November 2007 als Paar an die Öffentlichkeit gingen: Ob eine bekannte Boulevardzeitung sie unter Druck gesetzt hatte, nach dem Motto, “entweder ihr macht’s öffentlich oder wir tun’s”, haben sich viele gefragt. Ob sie vielleicht heiraten wollten oder sich lesbenpolitisch engagieren?
Nichts davon. Es war wegen der Häppchen:
Wir wollten einfach in der Lage sein, auf eine öffentliche Veranstaltung zu gehen und am selben Tisch zu sitzen.
verriet Miriam Meckel Spiegel online. Und das Thema lesbische Klischees behandelte sie gleich mit.
Superschön, wenn berühmte Lesben mal etwas aus ganz normalen Gründen machen, statt wegen Gewalt, Angst, Politik, Moral oder anderer gewichtiger Motive! Einfach nur, um auch beim Buffet zusammen sein zu können. Da sind die beiden gleich schon wieder Vorbilder – gewohnt ungewollt.
Links und Quellen:
- Miriam Meckel und das Lesben-Klischee, Spiegel online 7.3.2010



Ich weiss nicht.
Ich finds ok sich zu outen um gemeinsam Veranstaltungen besuchen zu können, aber sorry die zwei sind für mich keinerlei Vorbilder.
Gerade weil sie sich als erfolgreiche “Intellektuelle” meines Erachtens nicht aus der gesellschaftlichen Verantwortung schleichen sollten.
Aber zumindest bei Frau Meckel scheint echt Hopfen und Malz verloren zu sein:
http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/mein-haus-mein-auto-mein-burn-out/
Oh, da stimme ich zu … und vielen Dank für den taz-Artikel. Wir hatten uns des lesbischen Burnout von der Promi bis zur Szene-Lesbe auch schon mal angenommen, unter “Burnout in der F-Klasse“.
Das mit der Verantwortung für den eigenen Burnout trifft – so das Fazit aus dem Beitrag damals – nicht nur auf Frau Meckel zu.