Schlagwort-Archiv: Lesben

Lesben in Tunesien, Teil 2

[Diesen Artikel zu Lesben in Tunesien schrieb ich für die Hamburger Lesbenzeitung escape, Ausgabe April 2012, ich blogge ihn aus aktuellem Anlass: Neue tunesische Verfassung seit dem 31. Januar 2014]

Lesben in Tunesien nicht nur als Touristinnen, sondern als ständige Bewohnerinnen?

Vue_Tunis.jpg 2006; by Moumou82/Iunity; commons.wikimedia.org; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Vue_Tunis.jpg; commons.wikimedia.org; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Seit sich der nun berühmte tunesische Gemüsehändler mit Uni-Abschluss in Informatik, Mohammed Bouazizi, am 17. Dezember 2010 aus wirtschaftlicher Verzweiflung selbst verbrannte, hat sich nicht nur in Tunesien viel ereignet. Auch heute [April 2012] werden viele junge Leute Mitte zwanzig mit dem Verkaufen von Gemüse sechs Geschwister und die Eltern ernähren, von umgerechnet 125 Euro im Monat. Und auch heute wird diese Summe nicht reichen, um obendrein eine Lizenz zu bezahlen. Weiterlesen

Alice Munros (ungenannte) Lesben

Alice Munro, Nobelpreis für Literatur 2013. Auch wenn sie das Leben an Rändern beschreibt: Die Welt, die in ihren Erzählungen vorkommt, ist doch vor allem weiß und heterosexuell. Lohnt es sich aus lesbischer Sicht wirklich, ihre Sachen zu lesen? Und nicht nur deshalb, weil die Autorin berühmt und einflussreich geworden ist – weshalb ich darauf kam?

“Daheim” (1974/2006)

In “Home” wird eine Krankenschwester als Tomboy bezeichnet. Munro ändert an dieser Figur in den 32 Jahren zwischen den beiden Versionen lediglich, dass sie deren Sarkasmus etwas verschärft. Beschrieben wird sie als groß und hager, sie habe das Auftreten eines Tomboys mittleren Alters, sei aufgekratzt fröhlich und rede im Slang.

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Lesbische Geschichte in Deutschland

Veranstaltungsreihe in Berlin: Lesbisches Leben in Deutschland

Vom 21. Oktober bis 25. November findet in Berlin im EWA-Frauenzentrum eine Veranstaltungsreihe zum Thema “Lesbisches Leben in Deutschland” statt.

Lesbische Geschichte in DeutschlandDen Auftakt am 21. Oktober macht die Politikwissenschaftlerin Dr. Christiane Leidinger zur Lesbenbewegung in den 1980er Jahren. Am 28. Oktober spricht die Publizistin Franziska Rauchut über die Lesbenbewegung in der DDR, am 11. November referiert die Historikerin Katja Koblitz über Ost-West-Begegnungen von Lesben und am 25. November endet die Reihe mit einem Vortrag der Autorin und Musikerin Elisabeth Pricken zu La Casa delle Donne – Das Haus der Frauen.

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Lisboa_Vanda-Elsa

Lesben in anderen Ländern: Portugal, Teil 1

Vanda und Elsa sind in ihren 40ern und leben in Lissabon. 1999 fanden sie sich über die Lesben-Mailingliste euro-sappho, die es auch weiterhin gibt. Kürzlich sind wir miteinander ins Gespräch gekommen.

Claudia: Vanda und Elsa, was ein “Galao” ist (portugiesischer Milchkaffee), das wissen viele Leute in Hamburg. Und einige sind stolz auf das “Portugiesenviertel” am Hafen. Hamburg wird seit langem von Interessen des Hafens dominiert und der Handel mit lateinamerikanischen Ländern ist historisch wie aktuell wichtig. Hamburg ist eine Stadt mit Hafen wie Lissabon, liegt aber nicht direkt am Meer, hat weniger Hügel und ein anderes Klima. Was meint Ihr würden Lesben in Hamburg gern erfahren über eure Art, als Lesben in Lissabon zu leben?

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Michfest – lesbische Liebeserklärung an ein Musikfestival

Tausende Frauen mit Trommeln, Stelzen, Sextoys oder einfach nur sie selbst: Das legendäre Frauenmusikfestival in Michigan wird im kommenden Jahr 38. Bericht einer leidenschaftlichen Teilnehmerin.

Im August 2013 findet zum 38. Mal das legendäre Frauenmusikfestival in Michigan (USA) statt, zu dem jährlich zwischen dreitausend und neuntausend Frauen aus aller Welt anreisen. Von vielen einfach nur Michfest genannt, ist es das größte Frauenmusikfestival weltweit. Von diesem Festival gehen schon immer Impulse in die Frauen- und Lesbenbewegung. Michfest war z.B. Vorreiterin bei Themen wie Barrierefreiheit und alle Musikveranstaltungen werden in Gebärdensprache übersetzt. Womyn of Colour haben ihren eigenen Raum, und auf spezielle Bedürfnisse von Älteren, Jüngeren, Müttern und anders Befähigter wird Rücksicht genommen.

Seit nunmehr 8 Festivals bin ich mit dabei. Warum fliegt eine jeden Sommer tausende von Kilometern um für eine Woche …

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Mädchenmannschaftparty

Mädchenmannschaft – eine kurze Lesbolyse

Im Zuge der Mädchenmannschaftswoche  befassen wir, Joni.T und Konny, uns heute mit einer Lesbolyse von Mädchenmannschaftsbeiträgen. Anschließend erzählen wir, was wir schon immer mal über lesbische Sichtbarkeit in feministischen Zusammenhängen ganz allgemein schreiben wollten.

Schon mal vorweg, weil uns das sehr wichtig ist, die Mädchenmannschafterinnen sind ganz ausdrücklich und wunderbar lesbenkompatibel. Sie bewältigen lesbische und queer-feministische Diskurse gleichermaßen virtuos. Mit Konnys Lesbenseiten, mit L-talk, mit lesbischen Bloggerinnen könnte es gar nicht besser klappen. Darum geht es in diesem Beitrag nicht. Es geht darum, wie Lesben und lesbisches Leben in den Beiträgen der Mädchenmannschaft vorkommen und darum, wie dort von und über Lesben berichtet wird. Außerdem geht es um Bezüge zwischen dem Lesen der Mädchenmannschaft und anderen lesbischen Erfahrungen in feministischen Zusammenhängen.  Weiterlesen

Rezension zum Roman von Claudia Lewin – In mir ein Meer

Claudia Lewin - In mir ein MeerDie Geschichte kommt leise daher. Es ist keine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Lesbe verguckt sich in Hetera und Hetera zaudert. Und doch: dieses Mal scheint alles anders…

Worum geht’s?

Anne, verheiratet, zwei Kinder, ist Lehrerin. Benita ist die neue Kollegin. Die beiden freunden sich schnell miteinander an, verlieben sich ineinander und küssen sich das erste Mal auf einem Kollegiumsausflug im Maislabyrinth. Anne wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, ihre Familie verlassen zu müssen und unterdrückt deshalb ihre Verliebtheit. Als Benita einen Autounfall mit Totalschaden hat und im Koma liegt, stellt Anne sich ihren Gefühlen. Weiterlesen

LIBS – die Lesben Informations und Beratungsstelle Frankfurt feiert 20-Jähriges

Moderatorin Petra eröffnet die FeierAm 27. April lud LIBS ins Bürger_innenhaus Gutleut ein und alle, alle kamen! Von den Gründerinnen über die vielen, vielen ehrenamtlichen Vorstände, die inzwischen erwachsen gewordenen Junglesben, die unzähligen Besucherinnen, die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik, alle waren da und feierten mit den beiden aktuellen Mitarbeiterinnen Elke Kreß – seit 15 Jahren dabei – und Dr. Doris Bluessängerin April King und am Bass Maria SchmittGruber – seit 2 Jahren mit an Bord – ein rauschendes Fest. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Petra, die Musikeinlagen stammten von Bluessängerin April King mit Maria Schmitt am Bass und neben den Grußworten gab es auch einen Vortrag und zum Schluss “Biografisches Theater”. Und eine Broschüre “20 Jahre LIBS 1992 – 2012″ gab’s auch noch!

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