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locker lesbisches Tagesgeschäft jenseits der 40

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Schöne Ferien!

geschrieben am 17. Juli 2010 von Joni.T --> · noch keine Kommentare

Sand und Mehr

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Unterhaltsamer, leichter Lesbenfilm: Unterwegs mit Kathy K

geschrieben am 16. Juli 2010 von Konny --> · noch keine Kommentare

Originaltitel: Drool

Unterwegs mit Kathy KRichtig und herzhaft lachen konnte ich bei diesem Film, der im Mai 2010 bei der L-Filmnacht gezeigt wurde. Da ich die verpasst hatte, lag gestern die DVD in unserem DVD-Abspielgerät :-)

Die ersten Minuten waren schwer erträglich

Dieser Film beginnt wie so viele Lesbenfilme: Mit der ausführlichen Darstellung heterosexueller Lebensumstände und vor allen Dingen Sexualität. Meine Freundin und ich guckten uns fragend an. Da sie aber die Zusammenfassung kannte, konnte sie mich beruhigen: “Der ist bald tot.”

2008 in USA gedreht schildert der Film eine heterosexuelle Familiensituation in einer Kleinstadt in Oklahoma: Die Vater terrorisiert seine Frau und die beiden Kinder, die 15-jährige Tabby und der 11-jährige Little Pete wechseln zwischen Rebellion und Anpassung. Die Mutter Anora hat sich schon vor langem in eine Traumwelt geflüchtet, erledigt mechanisch Kinder, Küche, Sex und hat ein ziemlich langweiliges Leben.

Das alles ändert sich, als nebenan die schwarze Nachbarin Imogene Cochran einzieht. Sie vertreibt Kosmetikprodukte der Firma “Kathy K” und sieht umwerfend aus. Anora und Imogene freunden sich miteinander an, aber da sich Rassismus in diesem Film dahingegend äußert, dass man nicht mit “Niggern” befreundet ist, gibt es ein paar unfeine Szenen, in einer davon schlägt der bescheuerte Ehemann Anora auch. Begründung: “In mein Haus kommen keine Nigger!”

Imogene allerdings, kultiviert, schlagfertig und klug, pariert die Angriffe so cool, dass alle Täter in diesem Film ziemlich uncool dastehen :-)

Aber dann wurde alles besser

Die beiden Frauen freunden sich trotzdem miteinander an und nach kurzer Zeit muss Anora feststellen, dass sich in ihre Träume vom “Traummann” Bilder einer “Traumfrau Imogene” einschleichen. Es kommt wie es kommen kann: die beiden knutschen im elterlichen Schlafzimmer, der Mann kommt früher von der Arbeit nach Hause, erwischt die beiden, rastet aus, holt seine Pistole, es kommt zu einem Handgemenge, in das auch die beiden Kinder involviert sind und zum Schluss ist der Ehemann tot. Erschossen. Von Anora.

Statt in Panik auszubrechen packt Imogene das lilafarbenene Auto, dass ihr Kathy K zur Verfügung stellt (in dem Film kommt überhaupt ziemlich viel lila vor), lädt Anora, die beiden Kinder und den toten Ehemann ein (Letzeren in den Kofferraum auf eine Plane) und sie fahren los. Wenn sie unterwegs anhalten, bekommen alle etwas zu essen und zu trinken und der Kofferraum eine Ladung Crushed Ice. Imogene kommentiert gelassen: “Man muss improvisieren”.

Sie fahren zum Firmensitz von Kathy K. Die Firma wird von einer weiteren hinreißenden schwarzen Frau geleitet, mit der Imogene befreundet ist und wo sie herzlich willkommen sind. Schnell stellt sich heraus, dass auch Kathy K schon mal einen Ehemann ermordet hat und Spezialistin auf dem Fachgebiet der Leichenbeseitigung ist. Getragen von zwei supertuckigen Schwulen, die für Kathy K arbeiten, wird der inzwischen stark riechende Ehemann würdig begraben, nicht ohne vorher entsprechende Rituale mit den Kindern vollzogen zu haben.

Und am Ende ist alles gut

Die Kinder waren nicht übermäßig begeistert, als sie mitbekamen, dass ihre Mutter sich in Imogene verliebt hat, aber Imogenes Witz, Welterfahrenheit und ihre pädagogischen Erziehungsmittel ändern die Meinung der Kinder zum Positiven. Anora ist über beide Ohren in Imogene verliebt, der Vater ist weg und letztendlich sind darüber alle erleichtert. Und als sich herausstellt, dass sie alle erstmal bei Kathy K bleiben können und diese Firma auch Jobs bietet, ist einfach alles gut.

Wirklich ein erfrischender, mitreißender Sommerfilm! Ach ja, besonders, weil Kinder und Mutter zum ersten Mal in  ihrem Leben das Meer sehen :-)

DVD-Erscheinungsdatum: 29.06.10.
Originaltitel: Drool
Ein Film von Nancy Kissam
USA 2009, FSK 16, Länge: 85 Minuten, Sprachfassung: englische OF, Untertitel: deutsch.
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Old School Queering: zum 75. von Monique Wittig

geschrieben am 13. Juli 2010 von Joni.T --> · 5 Kommentare

“… es wäre unkorrekt zu sagen, dass Lesben mit Frauen zusammen sind, Liebe machen, leben, denn „Frau“ hat nur Bedeutung im heterosexuellen System des Denkens und in heterosexuellen ökonomischen Systemen. Lesben sind keine Frauen.”

(Wittig, 1978)

Monique Wittig wurde am 13. Juli 1935 in Dannemarie, Frankreich geboren. Sie wäre heute 75 Jahre alt geworden.

Lesben sind keine Frauen

Sie war Feministin, Theoretikerin und befasste sich intensiv mit der Überwindung von Geschlechterbegriffen.

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Fachtag “Online/Offline gut beraten?!”

geschrieben am 11. Juli 2010 von Konny --> · noch keine Kommentare

Fachtag im hessischen Lesben- und Schwulenreferat

Im Referatsbereich “Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen” im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit (HMAFG) in Wiesbaden fand am Freitag, den 9. Juli 2010 von 10 – 15 Uhr der Fachtag “Online / Offline gut beraten?!” statt. Inhaltlich ging es um Beratungsangebote für LSBTIQ (lesbisch – schwul – bisexuell – trans – intersexuell – queer) – Jugendliche sowohl im Internet *online* als auch IRL (= im realen Leben), also *offline*.

Dazu waren drei hervorragende ReferentInnen geladen:

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4. Sommerempfang für Lesben und Schwule in Hessen am 9. Juli 2010

geschrieben am 11. Juli 2010 von Konny --> · 3 Kommentare

Bereits zum 4. Mal hatte Sarah Sorge MdL, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags zum Sommerempfang für Lesben und Schwule in Hessen ein. Mit dem Empfang wollte sie als Vizepräsidentin des Hessischen Landtags auch in diesem Jahr die wichtige Arbeit der vielen lesbischen und schwulen Vereine, Verbände, Institutionen und Einzelpersonen in Hessen würdigen, den beteiligten Personen ihren Dank aussprechen sowie zum Gedankenaustausch untereinander und mit der hessischen Landespolitik anregen.

Das ist ihr gelungen! Circa 150 Aktive der hessischen Lesben- und Schwulengruppen folgten ihrer Einladung und erlebten in einem gediegenen Ambiente einen anregenden Abend. Auch zahlreiche Mitglieder der fünf im hessischen Landtag vertretenen Fraktionen (CDU, SPD, FDP, Die Grünen, Die Linke) hatten die Einladung angenommen, so ergaben sich vielfältige Kontakte zwischen “Volk” und “Regierung” ;-)

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schnell mal queergelesen

geschrieben am 8. Juli 2010 von Joni.T --> · noch keine Kommentare

Hetero-Migrationsbericht

Mehrfachdiskriminierung und die Situation von Lesben, Schwulen und Transgender Personen mit Migrationshintergrund ist nicht gerade ein Schwerpunkt des Migrationsberichts 2010 der Bundesregierung. Immerhin kommt auf den 615 Seiten einmal das Wort Homophobie vor:

“Feindseligkeiten gegenüber Menschen, die einer anderen Gruppe angehören, sind schon immer Teil von Vorurteilstrukturen gewesen. Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie und seit einigen Jahren Islamophobie, die Abwertung von Arbeitslosen, von Obdachlosen oder die Herabsetzung von Behinderten sind Ausdruck von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Negative Einstellungen gegenüber andersartigen Gruppen erschweren die Integration, behindern das friedliche Miteinander und gefährden den Zusammenhalt einer Gesellschaft.”

Für Mehrfachdiskriminierung und sexuelle Identität war wahrscheinlich kein Platz mehr.

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Caster Semenya wieder am Start

geschrieben am 6. Juli 2010 von Joni.T --> · noch keine Kommentare

Die Südafrikanische Läuferin Caster Semenya darf wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Am 19. August gewann die damals achtzehnjährige Caster Semenya Gold bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Ob sie es behalten durfte, war zunächst unklar. Für Monate lag ihre sportliche Zukunft  in der Hand eines “multiprofessionellen Teams”, das festzustellen hatte, ob Caster Semenya Frau genug ist für Wettbewerbe.

(siehe L-talk Beitrag vom 21. August 2009)

Der Internationale Leichtathletikverband hat Caster Semenya nun nach 11monatigen Tests wieder zugelassen, bei denen ihre Geschlechtszugehörigkeit für Sportzwecke hinreichend bewiesen wurde. Die detaillierten Testergebnisse werden nicht veröffentlicht – wenigstens das erspart der Verband der jungen Frau, die letztes Jahr nach einem herausragenden Sieg in das Zentrum einer Geschlechterdebatte katapultiert worden war, in der Medien aus aller Welt zentimeterweise ihre Sportkleidung nach verdächtigen Beulen oder deren Fehlen abgesucht hatten.

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Was Lesben bewegen – der Verein LLL e.V. in Frankfurt

geschrieben am 24. Juni 2010 von Konny --> · 4 Kommentare

LLL hat einen neuen Vorstand – so lautete die Meldung Anfang letzter Woche. Was steckt hinter diesem Verein und wer ist das überhaupt? Nun, hier eine kleine Bestandsaufnahme.

LLL e.V. – Lebendiges Lesben Leben e.V. – wie der Verein seit seiner Gründung 1989 heißt, ist einer der beiden Trägervereine des lesbisch-schwulen Kulturhauses (LSKH) in Frankfurt am Main. Der Verein hat zurzeit knapp 100 Mifrauen, davon 20 -30 Aktive.

Und was diese Lesben – ehrenamtlich – alles bewegen, kann sich sehen lassen:

  • das Lesbenarchiv/Bibliothek, hat 2 x die Woche offen (u.a. zur Buchausleihe!), und organisiert auch einmal im Jahr die beliebte lesbisch-schwule Lesenacht zur Buchmesse

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Mehr Unbehagen der Geschlechter

geschrieben am 20. Juni 2010 von Joni.T --> · 2 Kommentare

Letztlich ist es nur ein Preis. Keine große Sache.

“Ich weiß nicht, was Queer-Sein heißt aber ich weiß, was es bedeutet, Teil einer Allianz zu sein, die unser Leben lebbarer macht.”

sagte Judith Butler bei ihrem Vortrag in der Berliner Volksbühne am 18. Juni – einen Tag bevor sie schließlich den Zivilcouragepreis des Berliner CSD ausschlug.

L-talk hat Judith Butlers Begründung dokumentiert, und sie ist ziemlich differenziert. Es geht um Vielfalt und um Umgang mit dem Fremden, um Krieg, Frieden und um den Preis, für den die einen bereit sind die Rechte anderer preiszugeben. Das alles in gut drei Minuten.

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Judith Butler: CSD nicht antirassistisch genug

geschrieben am 20. Juni 2010 von L-talk --> · 18 Kommentare

“Es tut mir Leid. Unter diesen Umständen kann ich den Preis nicht annehmen.”

Judith Butler lehnte am 19. Juni den Zivilcourage-Preis des Berliner CSD ab:

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Erstmal ganz herzlichen Dank an YouTube Nutzer andrenarchy: Du hast zur richtigen Zeit auf die Aufnahmetaste deines Geräts gedrückt!

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